Ein Gespräch der anderen Art

Gestern Abend haben Elisabeth Ruge vom Hanser Berlin Verlag und Ingo Schulze („33 Augenblicke des Glücks“) einen Einblick in die Beziehung zwischen Autor und Verleger gegeben. Unsere Moderatoren Ana Karlovcec und Fabian Kessel begleiteten unsere Gäste auf eine lockere und unterhaltsame Weise durch den Abend. Einige gut platzierte Anekdoten brachten alle zum Lachen und sorgten für Abwechslung.

Frau Ruge erzählte aus ihrer eigenen Berufskarriere in verschiedenen Verlagen und der Gründung von Berlin Hanser. Immer wieder gab sie dabei auch Ingo Schulze als Beispiel für die Arbeit mit Autoren an. Dadurch ergab sich eine wechselseitige Darstellung, wie beide Seiten miteinander umgehen und den jeweils anderen Part wahrnehmen. Beide Gäste waren teilweise überrascht auch nach so vielen Jahren der Zusammenarbeit immer noch neue An- und Einsichten des Anderen zu erfahren.

Ingo Schulze erzählte seinerseits aus seinem Leben in der DDR, seinem Aufenthalt in St. Petersburg und wie er nach der Wiedervereinigung eine kleine Zeitung gründete, bis er als Autor entdeckt wurde. Frau Ruge war stets seine Begleiterin auf seinem literarischen Werdegang.

Herr Schulze gab auch einen sehr ausführlichen Einblick in die Inhalte seiner Bücher. Er erzählte sehr tiefgreifend, wie jedes seiner Werke mit den anderen in Beziehung steht. Seine  Wahrnehmung der Gesellschaft und ihrer Zustände, sowie seine eigenen Erfahrungen spielen in allen seinen Büchern eine Rolle. Auch bei „Unsere schönen neuen Kleider“ werden diese Punkte thematisiert. Zwar rückte dieses eigentlich angekündigte Werk etwas in den Hintergrund, so lieferte aber Herr Schulze mit der Besprechung der anderen Titel eine gute Herleitung und Entstehungsgeschichte zu seinem aktuellen Buch.

Im Anschluss ging es in einer Gesprächsrunde um essentielle Fragen, wie beispielsweise die Bedeutung der Sprache und die Geschichte der Demokratie.

Nach der Veranstaltung gab es noch einen Umtrunk und Fingerfood. Herr Schulze signierte seine Werke und stand mit Frau Ruge auch noch für Gespräche und Fragen zur Verfügung.

Lisa + Karin

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Ein wundervolles Blind-Date

Am 28.08.2012 zog sich ein roter Faden über den mediacampus frankfurt und führte die Besucher zur Blind Date Lesung. Der lang ersehnte Moment war nun gekommen!

Bis zu diesem Tag der Veranstaltung war den Schülern und Dozenten vom mediacampus, sowie allen Gästen nicht bekannt wer sich die Ehre geben wird.

Das leitende Moderatorenteam Romana Linder, Deniz – Benjamin Özgül und Sebastian Fischeder spannten die Besucher nicht lange auf die Folter und kündigten die Autorin für die Veranstaltung des Deutschen Buchpreises an: Frau Ursula Krechel mit ihrem Roman „Landgericht“. Durch die frische und abwechslungsreiche Art der Moderatoren, wurde dieser Abend eine gelungene Eröffnungsveranstaltung zur Lesereise des Deutschen Buchpreises sowohl für die Autorin als auch für das Publikum.

Die Vorstellung des Romans durch gezielte Fragen zum Inhalt und eigene Angaben der Autorin, machten diesen Abend zu einer interessanten und fesselnden Erfahrung. Die anschließende Lesung aus dem Roman „Landgericht“ rundete alles ab. Darin thematisiert sie die zwischenmenschliche Beziehung eines Paares, das während des Zweiten Weltkriegs getrennt wurde. Das Wiedersehen nach den Exiljahren des Ehemannes und die Trennung von den Kindern, bilden zwischen dem einst innigen Ehepaar eine Grenze, welche nur langsam überwunden wird. Beide begegnen sich als entfremdete Menschen, die den Krieg aus unterschiedlichen Perspektiven erlebt haben. Sehr einfühlsam und sprachlich durchdacht schildert Ursula Krechel eine Familiengeschichte, wie sie Tausende erlebt haben.

In der Vortragsweise von Frau Krechel, zeigte sich ihre starke Verbindung zur Lyrik. Viel Melodik und Betonung beim Lesen verliehen dem Ganzen einen lyrischen Klang.

Im Anschluss an die Lesung konnten die Gäste weitere Fragen an die Autorin stellen, die auch von ihr ausführlich und gern beantwortet wurden. Zum Dank überreichte die VeranstaltungsAG Frau Krechel den traditionellen „Äppelwoi“ (Apfelwein), das entsprechende Glas und einen Blumenstrauß dazu.

Nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung ergaben sich noch viele interessante Gespräche mit der Autorin rund um ihr Werk.

Karin + Lisa

 

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Wer kommt wohl morgen?

 

Ist es ein Russe, der Birken liebt? Onno Viets und der Irre vom Kietz? Oder nannten sie ihn doch Krawatte? Ist es aller Tage Abend oder müssen wir Verluste gutschreiben? Sunrise in Kahlenbeck mit Johann Holtrop? Lädt uns Robinson in sein blaues Haus ein? Tragen wir nichts Weißes oder doch Indigo? Serviert Bugatti ein Landgericht, wenn er auftaucht? Haben wir auf Sand gebaut und es wird ein Scherbengericht? Tragen uns die Fliehkräfte zur Liebe in großen Zügen? Oder ist es Weitlings Sommerfrische, die uns hoffen lässt:“ Heimlich, heimlich wir vergessen…“

Das waren alle zwanzig Nomineirten der Longlist 2012.
Karin

Ingo Schulze am mediacampus Mittwoch 29.08.12

Alle fiebern der Blind-Date Lesung entgegen…

…aber was kommt danach…die große Langeweile?

Nein…der medicampus wäre natürlich nicht der mediacampus, wenn dem so wäre…

INGO SCHULZE KOMMT UND ER BRINGT ELISABETH RUGE MIT!!!

Wir freuen uns auf den Hanser Berlin Verlag, vertreten durch Elisabeth Ruge.

Es wird ein Abend voller Gespräche und Diskussionen und an geistiger und reeller Nahrung wird es nicht mangeln.

Herr Schulze wird uns sein aktuelles Werk „Unsere schönen neuen Kleider“ in kurzweiliger Form näher bringen.

Inhalt:

„Aber er hat ja gar nichts an!“, ruft das Kind im Märchen von des Kaisers neuen Kleidern und spricht damit aus, was alle sehen, doch nicht zu äußern wagen. Diese Parabel auf die Bereitschaft des Menschen zum Selbstbetrug stellt Ingo Schulze seiner großen Dresdner Rede voran. Wie nur wenige Schriftsteller und Intellektuelle bezieht Ingo Schulze als politischer Mensch öffentlich Position. In seiner so faktenreichen wie poetischen Analyse des Status quo benennt er die Ursachen von Demokratieverlust und sozialer Polarisierung in unserer von Globalisierung geprägten Gesellschaft. Er zeigt, dass es notwendig ist, sich selbst wieder ernst zu nehmen, die Vereinzelung zu überwinden und die Welt als veränderbar zu begreifen. „ (Quelle: http://www.hanser-literaturverlage.de/buecher/buch.html?isbn=978-3-446-24091-9)

 

Wie ihr seht hat die Dekogruppe sich bereits ins Zeug gelegt, um unsere Gäste mit einem wundervollen Schaufester zu beglücken. Ich finde es ist ihnen hervorragend gelungen und jeder Autor kann sich glücklich schätzen mit einem solchen Schaufenster geehrt zu werden. 😉

 

I got a blind date what I’m gonna see…

Der feine Zwirn ist knitterfrei zum Lüften rausgehängt. Die Tanzschuhe sind poliert. Die Frisur sitzt, der Atem ist frisch und die Fingernägel sind sauber. Wir haben ein Date, wir wissen nicht mit wem. Wir haben ein Blind Date und wir sind vorbereitet. Stunden an Gesprächsstoff, von profund bis profan, liegen abrufbereit auf der Festplatte. Trotzdem werden die Handflächen feucht, auf der Oberlippe bildet sich ein Schweißbärtchen. Wir haben ein Blind Date! Wir wissen ja gar nicht wer kommt. Aus Vorfreude wird nackte Angst. Was wenn es in die Hose geht? Was wenn feingeschliffene Rhetorik und eloquenteste Formulierungen zum Stammeln und Stottern verkümmern? Was wenn
überhaupt niemand was sagt? Keine Panik! Die Dekorationsgruppe hat Großes geleistet und die Moderatoren üben noch den rhetorischen Feinschliff. Am Dienstag haben wir ein Date, eine Lesung eines grandiosen Buches und es wird großartig. Ein dickes Lob an die AG.

Sebastian